Takenoko

Im spannenden Familien-Spiel Takenoko (= Bedeutung: Bambussprosse) von Pegasus Spiele geht es darum, dass die Spieler (Höflinge des japanischen Kaisers) die Aufgabe habe den Bambusgarten zu pflegen. Sie müssen neue Beete anlegen und Bewässerungskanäle errichten, damit drei verschiedene Bambussorten herangezüchtet werden können. Das Schwierige dabei ist der gefrässige Riesenpanda (ein Friedensgeschenk des Kaisers von China) der den Gärtnern das Leben nicht gerade einfach macht.
Das Planungs- und Taktikspiel Takenoko ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet und für 2 bis 4 Spieler. Die Spieldauer beträgt 45 bis 60 Minuten.

Der Spielinhalt mit atmosphärische 3D-Komponenten besteht aus 28 Beete, 36 grüne Bambusstücke, 30 gelbe Bambusstücke, 24 rosa Bambusstücke, 20 Bewässerungskanäle, 9 Verbesserungsplättchen, 46 Aufgabenkarten, 4 Spielertafeln, 8 Aktionssteine, 1 Wetterwürfel, 1 Pandafigur, 1 Gärtnerfigur und 1 Spielanleitung mit ausgefallenen Comic-Illustrationen.

Spielvorbereitungen

Das Gartenteichfeld wird in die Mitte des Tisches gelegt. Der Gärtner und die Pandafigur werden darauf platziert. Alle restlichen Beete-Plättchen werden verdeckt gemischt und als allgemeiner Nachziehstapel bereit gelegt. Die Bewässerungskanäle und Verbesserungsplättchen werden als allgemeiner Vorrat neben den Nachziehstapel gelegt. Die Kaiserkarte (grüne Rückseite) wird beiseite gelegt. Alle übrigen Karten werden nach Art sortiert (Beet, Gärtner, Panda) und in drei getrennt gemischten Stapeln bereit gelegt. Jeder Spieler nimmt sich eine Spielertafel, zwei Aktionssteine und eine Karte jeder Sorte.

Los geht's

Der größte Spieler ist Startspieler. Die anderen Spieler folgen nacheinander im Uhrzeigersinn. Ist ein Spieler an der Reihe, so muss er in seinem Spielzug zunächst die Wetterbedingungen überprüfen und anschließend verschiedene Aktionen ausführen. Dabei kann es passieren, dass ein Spieler Aufgabenkarten erfüllen kann.

Die Wetterbedingungen

Das Wetter wird in Takenoko mit dem Wetterwürfel ermittelt. Mögliche Ergebnisse sind Sonne, Regen, Wind, Gewitter, Wolken und ein Fragezeichen, das als Joker genutzt wird. Je nach Wetterlage stehen dem Spieler in seiner Spielrunde verschiedene Aktionen und Privilegien zu.

  • Sonne: Bei sonnigem Wetter erhält der aktive Spieler eine zusätzliche Aktion. Diese muss sich jedoch von seinen beiden, regulären Aktionen unterscheiden.
  • Regen: Der Spieler darf einem bewässterten Beet ein Bambusstück, mit Gartenpflege sogar zwei Bambusstücke hinzufügen.
  • Wind: Bei windigem Wetter darf der Spieler, entgegen der Standardregel, auch zweimal dieselbe Aktion nutzen. Er muss aber nicht.
  • Gewitter: Wenn es gewittert, darf der Spieler den Riesenpanda auf ein beliebiges Beet stellen. Dort frisst dieser ein Bambusstück, das der Spieler anschließend erhält.
  • Wolken: Ziehen Wolken auf, darf sich der Spieler ein Verbesserungsplättchen nehmen und auch sofort einsetzen. Ist keines mehr da, darf er die Vorteile eines anderen Wetters für sich nutzen.
  • Fragezeichen: Der Joker unter den Wetterbedingungen. Wird das Fragezeichen gewürfelt, darf der Spieler sich ein beliebiges Wetter aussuchen und dessen Vorteile nutzen.

Aktionen ausführen

Pro Spielzug darf jeder Spieler zwei unterschiedliche Aktionen ausführen (Ausnahme durch Wetter möglich). Jede genutzte Aktion wird dabei mit dem Aktionsstein auf der eigenen Spielertafel markiert. Zur Auswahl stehen dem Spieler die fünf Aktionen Beete, Bewässerung, Gärtner, Panda und Aufgabenkarte.

Aktion Beete

Insgesamt befinden sich drei verschiedene Beettypen im Spiel: gelb, grün und rosa. Jeder Typ existiert mit und ohne Verbesserungssymbolen. Auf jedem Beettyp kann jeweils nur ein Bambushalm der entsprechenden Farbe wachsen.

Wählt ein Spieler diese Aktion, so darf er sich die obersten drei Beete des verdeckten Nachziehstapels anschauen und eines davon auswählen. Die anderen beiden Beete kommen wieder unter den Nachziehstapel.

Das ausgewählte Beet muss der Spieler dann entweder direkt an das Gartenteichfeld anlegen oder aber angrenzend an zwei bereits ausgelegte Beete.

Aktion Bewässerung

Damit der Bambus auf einem Feld wachsen kann, muss das Feld bewässert werden. Beete, die direkt an das Gartenteichfeld angrenzen oder aber über ein Wasserspeicher-Symbol verfügen, werden ausreichend bewässert. Wird ein solches Beet ausgelegt, so kann dort sofort ein erster Bambushalm platziert werden. Für alle anderen Beete werden Bewässerungskanäle benötigt.

Wählt ein Spieler diese Aktion, so darf er sich einen blauen Bewässerungskanal aus dem allgemeinen Vorrat nehmen und entweder sofort anlegen oder aber auf das entsprechende Feld seines Spielertableaus legen. Auf dem Spielertableau befindlichen Bewässerungskanäle dürfen innerhalb des eigenen Spielzuges jederzeit benutzt werden.

Legt ein Spieler einen Bewässerungskanal aus, so muss dieser immer auf die Kante zwischen zwei Beete gelegt werden und direkt oder über weitere Kanäle mit dem Gartenteichfeld verbunden sein. Auf ein erstmals bewässertes Feld wird immer ein Bambushalm gelegt.

Aktion Gärtner

Der Gärtner hegt und pflegt den Bambusgarten und sorgt dafür, dass auf den zahlreichen Beeten der Bambus wächst. Doch auch der Gärtner ist in Takenoko auf eine vorhandene Bewässerung angewiesen. Ohne Wasser, kann auch er nichts ausrichten.

Wählt ein Spieler diese Aktion, so darf er den Gärtner in gerader Linie beliebig viele Felder und in beliebiger Richtung weiterziehen. Dabei muss der Gärtner aber von Beet zu Beet gehen – leere Felder darf er nicht überschreiten.

Auf dem Zielfeld des Gärtner und auf allen direkt angrenzenden Feldern derselben Farbe wächst jeweils ein Bambushalm (sofern das Feld bewässert ist!).

Aktion Panda

Der Riesenpanda bewirkt mehr oder weniger das Gegenteil des Gärtners und macht dessen Arbeit teilweise zunichte. Wählt ein Spieler diese Aktion, so darf er den Panda in gerader Linie beliebig viele Felder und in beliebiger Richtung weiterziehen. Dabei muss der Panda von Beet zu Beet gehen – leere Felder darf er nicht überschreiten.

Auf dem Zielfeld frisst der Panda einen Bambushalm. Diesen darf sich der Spieler auf sein Spielertableau legen um im weiteren Spielverlauf damit Panda-Aufgaben zu erledigen.

Aktion Aufgabenkarten

  • Mit dem Erfüllen von Aufgaben verdienen die Spieler sich in Takenoko die Punkte. Insgesamt drei verschiedene Aufgabenkarten gibt es: Beete, Gärtner und Panda.
  • Auf den Aufgabenkarten „Beete“ sind immer drei oder vier farbige Beete in einer bestimmten Anordnung abgebildet. Diese muss im Bambusgarten nachgebaut werden.
  • Auf den Aufgabenkarten „Gärtner“ sind immer farbige Bambushalme in unterschiedlicher Stückzahl abgebildet. Diese müssen im Bambusgarten angebaut werden.
  • Auf den Aufgabenkarten „Panda“ sind immer verschiedene Bambushalme in unterschiedlichen Farben abgebildet. Diese müssen im Bambusgarten gefressen werden.

Jeder Spieler darf maximal fünf Karten auf der Hand halten. Ein Ablegen von Handkarten, ohne das diese erfüllt wurde, ist bei Takenoko nicht möglich.

Aufgaben erfüllen

Das Erfüllen von Aufgaben zählt nicht als Aktion und kann im Laufe des eigenen Spielzuges jederzeit ausgeführt werden. Auch mehrere Aufgaben können innerhalb eines Spielzuges erledigt werden.

Zum Erfüllen einer Aufgabe deckt der Spieler die entsprechende Aufgabenkarte einfach auf. Sind alle Bedingungen erfüllt, kann der Spieler die Karte offen vor sich ablegen und die Siegpunkte kassieren.

Beispiel: Die Aufgabenkarte im Bild zeigt eine Anordnungen von farbigen Beeten im Bambusgarten. Diesselbe Anordnung findet sich auch im Garten wieder (gelbe und rosa Beete). Der Spieler darf die Karte aufdecken und erhält dafür die darauf abgebildeten 5 Punkte.

Spielende

Das Spielende wird eingeleitet, sobald der erste Spieler eine bestimmte Anzahl an Aufgabenkarte erfüllt hat. Diese ist bei Takenoko abhängig von der Spielerzahl:

  • 2 Spieler = 9 Aufgabenkarten
  • 3 Spieler = 8 Aufgabenkarten
  • 4 Spieler = 7 Aufgabenkarten

Erfüllt ein Spieler die entsprechende Anzahl an Aufgaben, darf seinen Spielzug noch vollständig ausführen und dabei auch noch weitere Aufgaben erfüllen. Zusätzlich erhält er die Kaiserkarte, die nochmals zwei Punkte wert ist. Alle anderen Spieler dürfen anschließend noch einen vollständigen Spielzug ausführen.

Am Ende zählen alle Spieler die Siegpunkte auf den erfüllten Aufgabenkarten (und der Kaiserkarte) zusammen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt Takenoko. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit den meisten Pandakarten.

Das liebevoll gestaltete Spielmaterial von Takenoko ist hochwertig und einzigartig. Das Design ist sehr ansprechend. Die Bambushalme, Spielermarker, Wasserkanäle und der Würfel sind aus Holz, die Beete-Plättchen bestehen aus stabilem Karton.

Der eigentliche Spielplan entsteht immer erst im Spielverlauf, so dass man in jeder neuen Partie einen anders gestalteten Bambusgarten vorfindet. Das sorgt für Abwechslung und jede Menge Spielspaß.

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